25. Halbmarathon in Schermbeck – Happy End inklusive


Am 06.09.2015 fand im niederrheinischen Schermbeck bei Wesel die 25. Austragung des Schermbecker Halbmarathons statt. Von der Crew war dieses Mal Christian von der Partie, der eine letzte wettkampfspezifische Vorbereitung für den anstehenden Berlin Marathon am 27.09. laufen wollte.

Christians Start stand unter keinem guten Stern. Erkältungen im privaten wie auch beruflichen Umfeld zwangen ihn dazu besonders gut auf seine Gesundheit aufzupassen. Trotzdem zog er 4 Tage vor Start die Notbremse und ging den Weg des Verzichts und sagte seinen Start in Schermbeck ab. Ein subtiles Krankseingefühl waberte in seinem Körper.

Die Vitaminzufuhr und auch die Bettruhe wurden in den nächsten Tagen dermaßen erhöht, auch im Hinblick auf Berlin, das sich Christian 16 Stunden vor dem abgesagten Start doch durchring anzutreten. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, das der Plan ganz klar zu Gunsten der Gesundheit geschrieben wurde und bei etwaigen Problemen auf der Strecke 1-2 Gänge heraus genommen würden um kein gesundheitliches Risiko einzugehen. Safe first! Besser ein langsamer Trainingslauf als Übermut!

Am Sonntag morgen fand sich Christian mit 243 weiteren TeilnehmerInnen in der Schermbecker Grundschule ein, um die Startnummer „2001“ zu übernehmen. Der geplante Start war um 10 Uhr in der Schermbecker Innenstadt. Den Organisatoren und den vielen kleinen und großen Helfern im Hintergrund merkte man die Professionaliät und Gelassenheit an.

Pünktlich um 10 Uhr begann das sich Feld mit einer „Ehrenrunde“ durch die Stadt  in Richtung Dämmerwald, dem eigentlichen Streckenverlauf, aufzumachen. Der Dämmerwald ist ein herrlich großes Waldgebiet, durch den kreuz und quer Spazierwege führen und sich auch abseits der Veranstaltung ein Abstecher lohnt.

Im Feld liefen zwei Zeitenläufer mit Ballons und der Info < 2:00h, an der sich das Feld orientieren konnte.

Christian setzte sich relativ schnell vor diese Zeitgeber und lief entspannt erst allein, schloss dann doch auf eine Gruppe von 7 Läufern auf. Zu diesem Zeitpunkt war alles gut, Christian lief entspannt aber mit guter Pace durch den Dämmerwald. Das Orgateam hatte an drei Stellen VPs eingerichtet, um die LäuferInnen zu unterstützen.

Das der Niederhein nicht flach ist wurde auch Christian immer wieder bewusst. Lange und längere Streckenzüge hatten merkliche 2-3% Steigung, was Christian in seinem guten Tempo nicht stoppen konnte. Die Temperatur und Lauftfeuchtigkeit waren ideal, der Boden teilweise etwas durchgeweicht.

Bei km 16 gab es innerhalb der Gruppe eine Tempoverschärfung zweier Läufer und so viel die Gruppe doch auseinander. Trotz Christians Genesung konnte er leider den Anschluss nicht ganz halten und war wieder auf sich gestellt. Eine Dudelsackspielerin aus dem Nichts heraus bei km 18 mobilisierte nochmals Kräfte und endlich war der Waldrand erreicht. Es ging die letzten km über Asphalt Richtung Ziel an der Schermbecker Grundschule. Christian konnte nochmals an einen Läufer der gesprengten Gruppe aufschließen und erreichte das Ziel. Jeder Finisher wurde persönlich im Ziel über die PA begrüßt, der Ansager stolperte aber dann doch über die Vereinszugehörigkeit: „t-r-r-ähm-c-ähm-r-w“.

Im Ziel wurde unterschiedliche Iso Getränke und Bananen gereicht, zwei Rettungssanitäter waren vor Ort, um ggf. einzugreifen.

Nach kurzer Erholung war der Moment da und Christian schaute auf seine Uhr. Der eigentliche Plan hieß „Vollgas geben“ um eine Referenz für den Berlin Marathon zu bekommen. Doch konnte Christian nach der Woche mit ups und downs mit einer guten Zeit rechnen? Er konnte!

Am Ende war seine offizielle Zeit von 01:40:58, der 4. Platz in seiner Altersklasse, eine persönliche Bestleistung und knapp 2min unter der alten Zeit bei dem Vivawest Halbmarathon am 15.06.2015. Welch großartiges Happyend für Christian und diese „verkorkste“ Woche.

Sein Plan ist somit vollends aufgegangen, einen letzten Material- und Auswahlcheck durchzuführen um sein gewünschtes Ziel in Berlin Sub 3:39 zu erreichen.

 

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